Was ist GHS?

GHS steht für "Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals" und wurde entwickelt, um eine weltweite Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien herbeizuführen. GHS legt somit Maßstäbe für die Bewertung der von Chemikalien ausgehenden Gefahren (Einstufung) fest und schafft eine gemeinsame Basis, wie die ermittelten Gefahren zu kommunizieren sind (Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt).


Wie wird es umgesetzt?

Die GHS-Verordnung - auch CLP (Classification, Labelling and Packing) -Verordnung genannt - (EG Nr. 1272/2008) ist am 20.01.2009 bereits in Kraft getreten. Sie löst die bisher gültigen Richtlinien 67/548/EWG (Stoffrichtlinie) und 1999/45/EG (Zubereitungsrichtlinie) schrittweise ab. Dazu gibt es festgelegte Übergangsfristen.


Übergangsfristen GHS-Umstellung
Übergangsfristen GHS-Umstellung

Übergangsbestimmungen GHS

  1. Stoffe und Gemische sind spätestens mit Ablauf der jeweils für sie vorgesehenen Übergangsfristen (Stoffe = 01.12.2010, Gemische = 01.06.2015) nach den Vorgaben der CLP-Verordnung einzustufen und zu kennzeichnen.
  2. Stoffe und Gemische können bereits vor Ablauf der jeweiligen Übergangsfristen nach CLP eingestuft und gekennzeichnet werden. Es darf dann aber keine Kennzeichnung gemäß Stoff- oder Zubereitungsrichtlinie mehr "parallel" ausgeführt werden (nicht doppelt kennzeichnen).
  3. Im Sicherheitsdatenblatt muß sowohl bei Stoffen als auch bei Gemischen bis zum Ablauf der gesamten Übergangsphase die Einstufung nach Stoff- oder Zubereitungsrichtlinie angegeben werden.
  4. Für Stoffe und Gemische, die bereits vor Ablauf der Übergangsfristen in Umlauf gebracht wurden und die noch nach Stoff- oder Zubereitungsrichtlinie gekennzeichnet sind, gilt eine 2-jährige Abverkaufsfrist, in der eine Kennzeichnung nach CLP-Verordnung nicht erforderlich ist.

 

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Was bedeutet das für Sie?

Da zum 01.06.2015 nun auch die Übergangsfrist für die Kennzeichnung von Gemischen abläuft, sind sie ab diesem Datum verpflichtet Gemische nach der GHS-Verordnung einzustufen und zu kennzeichnen.

Zur praktischen Umsetzung empfehlen wir eine Begehung vor Ort (Soll-Ist-Abgleich) bei der wir ihren Bedarf ermitteln können. Anschließend können wir ihnen ein Mengengerüst vorlegen um ihnen den tatsächlichen Bedarf anschaulich darzulegen. 

Selbstverständlich sind auch andere Vorgehensweisen möglich!

 

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